Deutsche Lizenz, Österreich und die Schweiz
Eine GGL-Erlaubnis berechtigt zum Angebot für Spieler mit Aufenthalt in Deutschland. Sie gilt nicht in Österreich oder der Schweiz: beide Länder regeln Online-Glücksspiel eigenständig und lassen deutsche oder andere ausländische Lizenzen nicht gelten. Maßgeblich ist der Standort des Spielers, nicht seine Sprache oder Staatsangehörigkeit.
Die GGL-Lizenz ist territorial, nicht sprachlich
Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 regelt den deutschen Markt. Wer bei einem lizenzierten Anbieter ein Konto eröffnet, muss Name, Geburtsdatum und Wohnsitz angeben, und der Anbieter prüft diese Daten. Zusätzlich erkennt eine Geolokalisierung, aus welchem Land der Zugriff kommt. Das Angebot richtet sich damit an Personen in Deutschland, unabhängig davon, welche Sprache sie sprechen oder welchen Pass sie haben. Ein Deutscher im Urlaub in Spanien kommt auf einer .de-Seite in der Regel nicht durch die Geo-Prüfung; ein Nicht-Deutscher mit Wohnsitz in Deutschland dagegen schon.
Das erklärt auch den Begriff „länderübergreifend" in der Whitelist: gemeint sind die deutschen Bundesländer, nicht mehrere Staaten. Die Erlaubnis gilt in allen 16 Ländern, weil die GGL als gemeinsame Behörde der Länder handelt, nicht als Behörde eines einzelnen Landes.
Österreich: eigenes Monopol
Österreich behandelt Online-Glücksspiel getrennt von Deutschland. Legal ist dort im Online-Bereich allein das Angebot der Österreichischen Lotterien über win2day; ausländische Anbieter, auch solche mit deutscher oder anderer EU-Lizenz, sind nicht zugelassen. Eine deutsche GGL-Erlaubnis hat in Österreich also keine Wirkung. Die Rechtslage ist in Bewegung: die Monopol-Konzession läuft 2027 aus, und eine Öffnung des Marktes für mehrere lizenzierte Anbieter ist geplant. Bis dahin bleibt es beim bisherigen Modell.
Schweiz: nur Schweizer Konzessionäre
Die Schweiz regelt Geldspiele seit 2019 im Bundesgesetz über Geldspiele (BGS). Online anbieten dürfen ausschließlich Schweizer Spielbanken, die bereits eine landbasierte Konzession haben und diese um den Online-Betrieb erweitern. Ausländische Angebote sind nicht bewilligt. Die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) führt eine Sperrliste und lässt den Zugang zu nicht bewilligten ausländischen Seiten technisch sperren. Eine deutsche Lizenz ändert daran nichts: aus der Schweiz heraus ist ein deutsches .de-Angebot nicht legal nutzbar.
Was das praktisch heißt
Die Marken auf dieser Website sind für Spieler in Deutschland lizenziert. Wer in Österreich oder der Schweiz wohnt, findet die legalen Angebote nicht hier, sondern im jeweiligen nationalen System: in Österreich über den Monopolbetrieb, in der Schweiz über die konzessionierten Spielbanken. Und umgekehrt gilt: dass eine Seite auf Deutsch ist, sagt nichts über ihre Legalität im eigenen Land aus. Der einzige verlässliche Prüfstein bleibt das amtliche Verzeichnis des Landes, in dem man sich aufhält, für Deutschland die GGL-Whitelist.
Quelle für Lizenzangaben: amtliche GGL-Whitelist, Stand 30.06.2026. Zuletzt geprüft: 20.07.2026.
Häufige Fragen
Kann ich als Deutscher im Ausland bei einem deutschen Anbieter spielen?
Darf ich als Österreicher oder Schweizer ein deutsches Online-Casino nutzen?
Was bedeutet „länderübergreifend" in der Whitelist?
18+ · Glücksspiel kann süchtig machen. Spiele verantwortungsvoll.
Kostenlose, anonyme Hilfe der BZgA: 0800 1 37 27 00 · bzga.de · check-dein-spiel.de
Lizenzierte Anbieter sind an OASIS (Selbstsperre, anbieterübergreifend) und LUGAS (nur ein aktiver Anbieter, Einzahlungslimit) angeschlossen. Mehr: Spielerschutz · Verantwortungsvolles Spielen.