Das Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat
Bei lizenzierten Online-Glücksspielanbietern gilt ein anbieterübergreifendes Einzahlungslimit von grundsätzlich 1.000 Euro pro Kalendermonat. Es zählt die Summe aller Einzahlungen bei allen Anbietern zusammen und wird über die zentrale Limitdatei LUGAS durchgesetzt. Auf Antrag und nach Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit sind bis zu 10.000 Euro möglich, in engen Ausnahmen bis 30.000 Euro.
Anbieterübergreifend heißt: alle Anbieter zusammen
Das Limit gilt nicht je Casino, sondern über den gesamten legalen Markt. Wer im laufenden Monat bei Anbieter A 600 Euro eingezahlt hat, kann bei Anbieter B nur noch 400 Euro einzahlen. Technisch läuft jede Einzahlung über die Limitdatei des Länderübergreifenden Glücksspielaufsichtssystems (LUGAS): der Anbieter fragt vor der Buchung ab, wie viel Spielraum im Monat noch übrig ist.
Grundlage ist § 6c GlüStV 2021. Das Limit betrifft Einzahlungen, nicht Verluste oder Einsätze: Gewinne, die stehenbleiben und wieder eingesetzt werden, zählen nicht gegen die 1.000 Euro.
Erhöhung auf 10.000 oder 30.000 Euro
Seit 2023 genehmigt die GGL im Einzelfall höhere Limits. Die Stufen und Bedingungen:
| Limit | Voraussetzung |
|---|---|
| bis 1.000 €/Monat | Standard, keine Prüfung |
| bis 10.000 €/Monat | Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit: Einkommens- oder Vermögensnachweise (etwa Steuerbescheid, Kontoauszüge) oder eine Schufa-G-Auskunft. Eine bloße Selbsterklärung reicht nicht. |
| bis 30.000 €/Monat | Zusätzlich begrenzt: höchstens 1 % der aktiven Spieler eines Anbieters dürfen ein solches Limit haben. |
In allen Fällen gilt: der Spieler darf keine Anzeichen problematischen Spielverhaltens zeigen. Der Antrag läuft über den Anbieter, die Prüfung folgt den Vorgaben der GGL. Für den Nachweis akzeptieren Anbieter Gehaltsabrechnungen, Steuerbescheide oder Kontoauszüge; manche binden dafür einen Kontoblick-Dienst (XS2A, etwa über die Schufa-Tochter finAPI) ein. Ein Anspruch auf die Erhöhung besteht nicht, der Anbieter entscheidet im Einzelfall.
Die 7-Tage-Schutzfrist
Eine bewilligte Erhöhung gilt nicht sofort. § 6c GlüStV 2021 legt fest: „Will ein Spieler das Limit erhöhen, so wird die Erhöhung erst nach einer Schutzfrist von sieben Tagen wirksam." Umgekehrt greift eine Verringerung des Limits sofort. Die Asymmetrie ist Absicht: mehr Spielraum bekommt man nur mit Abkühlphase, weniger Spielraum ohne Wartezeit.
Vorsicht bei „Limit umgehen"-Tipps
Wer nach dem Limit sucht, landet schnell auf Seiten, die als „Lösung" Anbieter ohne LUGAS-Anbindung empfehlen. Das ist kein Trick, sondern schlicht der Wechsel zu einem in Deutschland illegalen Anbieter: ohne Limit, aber auch ohne OASIS-Sperre, ohne deutsche Aufsicht und ohne gesicherten Rechtsweg bei Auszahlungsstreit. Das Limit lässt sich legal nur auf dem beschriebenen Antragsweg anheben.
Was das Limit nicht abdeckt
Das Limit wirkt nur im lizenzierten Markt. Illegale Anbieter sind nicht an LUGAS angeschlossen; dort greift weder das Einzahlungslimit noch die Sperrdatei OASIS. Wer sein Limit als Schutz nutzt, sollte deshalb ausschließlich bei Anbietern aus der Whitelist spielen.
Quelle für Lizenzangaben: amtliche GGL-Whitelist, Stand 30.06.2026. Zuletzt geprüft: 20.07.2026.
Häufige Fragen
Zählt das 1.000-Euro-Limit pro Casino oder insgesamt?
Wie kann ich mein Einzahlungslimit erhöhen?
Setzt sich das Limit am Monatsanfang zurück?
18+ · Glücksspiel kann süchtig machen. Spiele verantwortungsvoll.
Kostenlose, anonyme Hilfe der BZgA: 0800 1 37 27 00 · bzga.de · check-dein-spiel.de
Lizenzierte Anbieter sind an OASIS (Selbstsperre, anbieterübergreifend) und LUGAS (nur ein aktiver Anbieter, Einzahlungslimit) angeschlossen. Mehr: Spielerschutz · Verantwortungsvolles Spielen.